Ban Chiang

Ban Chiang – ein Dorf mit rund 2.000 Einwohnern - gehört zur nordöstlichen Provinz Udon Thani. Die gleichnamige Provinzhauptstadt liegt rund 50 km westlich. Sie ist das Versorgungszentrum der Region.

Zwischen Udon Thani und der Haltestelle von Ban Chiang verkehren mehrfach täglich Busse. Das Dorf ist noch einige Kilometer von der Hauptstraße entfernt, wird aber von örtlichen Tuk-Tuks angefahren.

Bang Chiang ist ein sehr ruhiger Ort abseits der touristischen Routen und liegt inmitten von Feldern und Wiesen. Die Holzhäuser stehen auf Pfählen entlang zweier Straßen. Die Bewohner des Dorfes leben hauptsächlich von der Landwirtschaft und der Herstellung von Keramik und Tongeschirr. Im Ort befinden sich ein kleines Gästehaus und ein Restaurant, in dem einfache, regionale Küche angeboten wird.

Internationales Interesse erregte die Gemeinde durch eine Ausgrabung im Jahr 1966, bei der Keramiken und Werkzeuge gefunden wurden, deren Entstehung bis auf 3.000 v. Chr. zurückdatiert werden konnte und Beleg für die Existenz einer hoch entwickelten Kultur waren. Seit 1992 steht das Ban Chiang unter dem Schutz der UNESCO und gehört zum Weltkulturerbe.

Die spektakulären Funde werden in einem Museum ausgestellt, das sich an die Ausgrabungsstätte beim örtlichen Tempel, dem Wat Pho Soi, anschließt. Neben einem Souvenirshop auf dem Museumsgelände finden Besucher auch entlang der Hauptstraßen und auf dem Weg zur Bushaltestelle einige Werkstätten, in denen Keramik und Tongeschirr nach Vorlagen der fast 7.000 Jahre alten Bandkeramik hergestellt und verkauft werden.

Ban Chiang ist ein Tagesziel für Reisende, die sich für Kulturgeschichte und historische Keramiken oder das ursprüngliche Landleben in der Region interessieren.