Sukhothai

Das ehemalige Königreich Sukhothai liegt im Norden Thailands. Der Name bedeutet übersetzt „Morgenröte der Glückseligkeit“. Sukhothai war der Überlieferung nach das erste thailändische Königreich und hat eine große Bedeutung für die heutigen Thailänder. Wichtiger Herrscher war der Monarch Ramkhamhaeng, der sein Volk gerecht und großzügig führte. Unter seiner Herrschaft wurden viele Tempelanlagen errichtet und die so genannte Silacharuek Sukhothai geschaffen, Steininschriften, die auf Hunderten von Steinstelen die Geschichte der Region aufzeichneten.

Die Ruinen der alten Königsstadt können heute im Geschichtspark Sukhothai besichtigt werden. Er befindet sich in der Nähe der modernen Stadt Sukhothai und hat eine Größe von fast vier Quadratkilometern. Vier Eingangstore führen in die historische Stadt, in der man die Überreste des königlichen Palastes sehen kann.

Darüber hinaus gibt es rund 20 Tempel zu besichtigen, der größte ist der Wat Mahathat. Weiterhin befinden sich um die alten Stadtmauern herum 200 Tempelruinen, von denen die ältesten aus dem 13. Jahrhundert stammen. In dem Geschichtspark befinden sich das Denkmal für den König Ramkhamhaeng, das Ramkahaeng-Nationalmuseum, das zahlreiche Kunstgegenstände zeigt, der Shiva-Tempel Wat Si Sawai, die buddhistische Tempelanlage Wat Sa Si und der hinduistische Schrein San Ta Pha Daeng.

Auf einem künstlichen See, dem Silbersee, liegt der kleine Tempel Wat Traphang Ngoen, ein Kloster. Im Goldsee befindet sich ein Chedi, ein Teil eines Wats, der Wat Traphang Thong. Im Wat Mahathat können Besucher eine Reihe originaler Buddha-Statuen besichtigen.

Im November findet jedes Jahr das Loy Krathong- und Kerzen-Festival im historischen Park statt. Elemente des Festes sind Umzüge mit brennenden Kerzen, ein Schönheitswettbewerb, ein Feuerwerk und eine „Light and Sound Show“. Rund einen Kilometer vom Geschichtspark entfernt lohnt der Besuch des Sukhothai Cultural Center. Hier befinden sich etliche Kunstgewerbeläden, ein Hotel und ein Restaurant.